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Wilma Wilmbrink, „Jenseits der Ufer“

Vortrag am Kunstwerk „Veeneiken II“

von Wilma Wilbrink und Jos Bazelmans

Im Mittelpunkt dieses zweiteiligen Vortrags steht das Werk Veeneiken II der Künstlerin Wilma Wilbrink. Für die Ausstellung Buiten de oevers verwendete sie Holz von Eichen, die zweitausend Jahre lang unter dem Moor lagen. Die Hauptrolle spielt die Mooreiche Z1800040, eine Eiche mit dieser Registrierungsnummer (Keycode) aus dem Jahr 49 n. Chr.

Im ersten Teil erzählt Wilbrink von der Entstehung ihres Kunstwerks. Das Holz dieser Eiche wurde anhand der Jahresringe untersucht, um Überschwemmungen im ersten Jahrtausend zu kartieren. Diese Ringe liefern nämlich Informationen über Wachstum, Trockenheit und Wasser in jenem Zeitraum. Wie sah die Landschaft vor zweitausend Jahren aus? Was können uns diese Eichen darüber erzählen?

Im zweiten Teil geht Jos Bazelmans, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Archäologie in Leiden, näher auf die Forschung und den Zusammenhang mit der Landschaftsentwicklung und dem Klima ein.

Ort: Orangerie, Museum de Fundatie Heino
Zeit: 14:30 – 15:15 Uhr
Eintritt: frei

    Im Jahr 2013 begann das Projekt „Raum für den Fluss“ mit dem Aushub der Gräben entlang der IJssel bei Zwolle. Beim Ausheben der Gräben kamen alte Eichen zum Vorschein, die 2000 Jahre lang unter einer Torfschicht konserviert geblieben waren. Die bildende Künstlerin Wilma Wilbrink fand diese Bäume so interessant, dass sie eine große Anzahl davon aufbewahrt hat.

    Mehr als die Hälfte dieser erhaltenen Mooreichen wurde in die Untersuchung von Prof. Dr. Esther Jansma vom Reichsamt für Kulturerbe einbezogen. Anhand des Wachstumsmusters der Eichen hat Jansma die Überschwemmungen im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung untersucht. Die Forschungsergebnisse wurden im September 2020 veröffentlicht.

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