Miguel Chevalier (geb. 1959) ist einer der Gründerväter der digitalen Kunst. Als Begriffe wie "virtuelle Realität" und "KI-Kunst" noch niemandem etwas sagten, arbeitete er bereits mit Algorithmen und Computercode als künstlerischen Werkzeugen.
Seit Jahrzehnten ein Vorreiter
Miguel Chevalier studierte an den renommiertesten Pariser Kunstakademien und entwickelte seine einzigartige Bildsprache in den 1980er Jahren, lange bevor Computer alltäglich waren. Heute arbeitet er von seinem Atelier in der Nähe von Paris aus an Werken, die die neueste Technologie, einschließlich künstlicher Intelligenz, mit Fragen verbinden, die die Menschen seit Jahrhunderten beschäftigen: Was ist die Natur, was machen wir aus ihr, und was lassen wir von ihr übrig?
Chevalier erforscht Themen wie Natur und Künstlichkeit, digitale Netzwerke, urbane Räume, Architektur und den Einfluss der Technologie auf unsere Vorstellungskraft. Seine Arbeiten sind oft monumental und sinnlich: Die Besucher tauchen in Bilder ein, die sich ständig verändern und manchmal auf ihre Bewegungen reagieren.
Internationale Anerkennung
Seine Installationen und Ausstellungen wurden an internationalen Schauplätzen gezeigt, darunter das Grand Palais Immersif in Paris, die Kunsthalle München, die Saatchi Gallery in London, Musée Soulages in Rodez, Ara Art Center in Seoul, Jeonnam Museum of Art in Gwangyang, Château d'If in Marseille, Durham Cathedral, King's College Chapel in Cambridge, Saint-Eustache in Paris, Iconsiam in Bangkok und die Base sous-marine in Bordeaux. Seine Ausstellung Digital by Nature war von September 2025 bis März 2026 in der Kunsthalle München zu sehen.