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Horizontales Kunstwerk vonvMarianne von Werefkin, Landschaft mit roten Wolken, Gouache & Aquarell & Tinte mit zwei Silhouetten im Vordergrund und gelben Bergen an den Seiten.

Marianne von Werefkin

Pionier des Expressionismus

Marianne von Werefkin wurde bereits im Alter von zwanzig Jahren als „russische Rembrandt“ bezeichnet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte sie eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Expressionismus in Deutschland. Außerdem gehörte sie dem Künstlernetzwerk Der Blaue Reiter an. Dennoch ist Marianne von Werefkin (1860–1938) weit weniger bekannt als die Künstler Wassily Kandinsky, Franz Marc und ihr langjähriger Partner Alexej von Jawlensky. Ab Herbst sind die farbenfrohen Werke von Marianne von Werefkin erstmals in den Niederlanden in einer Übersichtsausstellung zu sehen, zusammen mit einer Reihe von Werken ihrer Zeitgenossen.

Das Museum de Fundatie organisiert die Ausstellung Marianne von Werefkin – Pionierin des Expressionismus in Zusammenarbeit mit dem Museo Comunale d’Arte Moderna in Ascona.

Marianne von Werefkin lud im Rosa Salon ihres Hauses in München Künstler aus den unterschiedlichsten Disziplinen ein, um Ideen auszutauschen. Auch in der Ausstellung „Marianne von Werefkin: Pionierin des Expressionismus“ finden Besucher einen Rosa Salon. Wir haben Künstler aus verschiedenen Disziplinen gebeten, in einem digitalen Rosa Salon über das Werk und das Leben von Werefkin und ihren Zeitgenossen nachzudenken oder zu reflektieren.

 

Marianne von Werefkin

Als Spross einer wohlhabenden Familie in Russland hatte Marianne von Werefkin alle Möglichkeiten, ihre künstlerischen Talente schon früh zu entfalten. So erhielt sie unter anderem Unterricht bei dem weltberühmten Künstler Ilja Repin. Nachdem sie 1896 zusammen mit ihrem Partner und Maler Alexej von Jawlensky nach München gezogen war, gab sie das Malen für fast zehn Jahre auf, einerseits, um ihn zu unterstützen, andererseits auch, um ihre eigene Kunst weiterzuentwickeln. Um nicht im Realismus zu verharren, musste sie sich neu erfinden.

Im Jahr 1907 war Marianne von Werefkin die Erste einer Gruppe befreundeter Künstler, darunter Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky und Franz Marc, die begann, expressionistisch zu malen – mit intensiven Farben und abstrakten, flachen Formen. Während zweier Sommer 1908–09 im deutschen Murnau am Staffelsee brachte sie Jawlensky, Kandinsky und Münter dieser neuen Malweise näher, bei der die Darstellung von Emotionen und Gefühlen im Vordergrund stand. Eine Richtung, die später als Expressionismus weltweiten Ruhm erlangte. 

 

Für diese Übersichtsausstellung erhält das Museum de Fundatie eine außergewöhnlich große Anzahl von Werken als Leihgabe von der Fondazione Marianne Werefkin im Museo Comunale d’Arte Moderna in Ascona. Hinzu kommen Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Zur Ausstellung Marianne von Werefkin – Pionierin des Expressionismus erscheint ein umfangreicher Katalog mit Beiträgen von Beatrice von Bormann, Direktorin des Museum de Fundatie und Kuratorin dieser Ausstellung; von Mara Folini, Direktorin des Museo Comunale d’Arte Moderna di Ascona; von Leiko Ikemura, bildende Künstlerin; und von Roman Zieglgänsberger, Kurator für klassische moderne Kunst am Museum Wiesbaden.

Marianne von Werefkin

Pionier des Expressionismus

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