Flämische Inspiration

Für die digitalen Arbeiten in Umbild haben sich Jules van Hulst und Wieger Steenhuis von drei flämischen Symbolisten inspirieren lassen. Diese Künstler aus dem 19. Jahrhundert wollten nicht nur zeigen, wie die Welt aussieht. Sie wollten vor allem Gefühle, Träume, Geheimnisse und Gedanken darstellen. Ihre Kunst ist oft still, geheimnisvoll und manchmal ein wenig seltsam. Finden Sie heraus, was Umbild inspirierte.

 

 

George Minne, De geknielde van de fontein, 1898

George Minne beschäftigt sich über viele Jahre mit dem Thema des knienden, in sich gekehrten Jungen. Dabei strebt er nach größtmöglichem Ausdruck mit minimalen Mitteln. Der Kniende des Brunnens ist der Endpunkt seiner Suche nach einer strengen Linienführung und einer klaren Formgebung.

Der flämische Bildhauer strebt nicht nach anatomischer Genauigkeit. Der Junge wirkt gestreckt, und sein Kopf und seine Hände erscheinen zu groß für seinen schmalen Körper. Der gesenkte Kopf und die vor der Brust verschränkten Arme verleihen der Skulptur einen mystischen und leicht asketischen Charakter. Der Kniende des Brunnens ist Minnes bekanntestes Werk. Er fertigt Varianten in Gips, Bronze und Marmor an. Im Auftrag eines deutschen Sammlers stellt er außerdem eine Skulpturengruppe aus fünf identischen Knienden zusammen, die am Rand eines kreisförmigen Beckens platziert sind. Eine Marmorversion dieses Brunnens der Knienden befindet sich im Museum Folkwang in Essen.

 

Bild: George Minne, Der Kniende des Brunnens, 1898, Bronze, 78 x 18,3 x 43,5 cm
Fotografie: Peter Tijhuis

Een bronzen standbeeld van George Minne van een knielende, in zichzelf gekeerde jongen.
George Minne, De geknielde van de fontein, 1898
Een wit knielend standbeeld van een man is omgeven door abstrace donkerblauwe vormen en schaduwen. Er is beweging vanuit doorzichte gordijnen.

James Ensor, Bibelots, 1935

Das Werk von James Ensor lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Der Einfachheit halber wird sein Œuvre oft dem Symbolismus zugerechnet, doch er wird auch als erster belgischer Impressionist und als Vorläufer der belgischen Expressionisten bezeichnet. Sein Stillleben Bibelots ist eines der kleinsten Werke der Sammlung der Fundatie. In den für ihn charakteristischen hellen Farben malt Ensor eine Ansammlung wertloser Gegenstände, die die Eitelkeit des Menschen betonen.

 

Bild: James Ensor, Bibelots, 1935, Öl auf Holztafel, 12 x 16 cm
Fotografie: Peter Tijhuis

Schilderij van James Ensor, een tafel in pasteelkleuren met daarin vasen, een hoofd van een man en zittende naakte vrouw.
James Ensor, Bibelots, 1935, olieverf op paneel, 12x16 cm
Een afbeelding van het schilderij van James Ensor in een glazen doos met reflecties.

Valerius de Saedeleer, Landscape in Wales, 1917

Zusammen mit unter anderem George Minne lässt sich Valerius de Saedeleer von 1898 bis 1904 in dem Dorf Sint-Martens-Latem an der Leie nieder. Gemeinsam mit mehreren anderen Künstlern sucht er auf dem Höhepunkt der Industrialisierung nach Stille, Ruhe und Natur. De Saedeleer lässt sich stark vom Werk Pieter Bruegels des Älteren (ca. 1525–1569) beeinflussen. In Verbindung mit einem tiefen Gefühl der Verbundenheit mit der Natur malt er weite, offene und panoramische Landschaften. Während des Ersten Weltkriegs flieht De Saedeleer nach Wales. Dort entsteht dieses Gemälde.

 

Bild: Valerius de Saedeleer, Landschaft in Wales, 1917, Marouflé, 38 x 33 cm
Fotografie: Peter Tijhuis

Schilderij van een open landschap met bomen en een kronkelende rivier in tinten donkergroen en lichtroze.
Valerius de Saedeleer, Landschap in Wales, 1917, marouflé, 38x33
Een scherm hangt op de muur, maar rond gebogen naar voren toe. Het lijkt op een raam met uitzicht op een roze lucht en bomen.

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