Eine Retrospektive über 50 Jahre Karriere des postmodernen bildenden Künstlers Henk Heideveld aus Zwolle
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Viele Einwohner von Zwolle kennen Heideveld als den Mann, der über den Bogen der IJssel-Brücke spazierte, mit einem Koffer voller Geld hinausging, um kostenlose Geldscheine zu verteilen, oder als den Mann, der in einer seiner vielen Performances die Bahnlinie nach Deutschland weiß tünchte, um auf den Holocaust aufmerksam zu machen. Weniger bekannt ist sein Leben als visueller Mystiker und Anhänger der Postmoderne, wie er sich selbst bezeichnet.
Diese Ausstellung zeigt die Vielseitigkeit von Heidevelds Werk: von Video und Performances bis hin zu Zeichnungen, Gemälden, Installationen, Texten und Fotografien, die fünf Jahrzehnte umfassen. Von seinen Anfängen als Konzeptkünstler im Jahr 1975 bis in die Gegenwart zeigt die Auswahl sein tiefes und obsessives Streben, die Welt zu verstehen - und die Rolle des Menschen bei ihrer Gestaltung oder ihrem Verlust.
Er erforscht die Beziehung zwischen Kunst und Gott, wobei Geschichte und Zeit eine wichtige Rolle spielen. Dazu hat er jahrelang über den Holocaust recherchiert, den er für das dunkelste Kapitel der europäischen Geschichte hält, das sowohl in modernen gesellschaftlichen Strukturen als auch in zweitausend Jahren christlicher Intoleranz wurzelt.
Treffen Sie den Künstler
Henk Heideveld (geb. 1950, Winterswijk, Niederlande) ist ein Künstler, Performer und Schriftsteller, der in Zwolle, Niederlande, lebt und arbeitet. Sein Werk kombiniert Video, Performance, Fotomontage, Zeichnungen und Malerei.
Seit Mitte der 1970er Jahre beschäftigt sich Heideveld mit philosophischen und historischen Themen, insbesondere mit dem Konzept "Gott", wie es von Spinoza in Deus sive Natura (Gott oder Natur) beschrieben wird. Seit 2010 konzentrieren sich seine Kunst und seine Schriften zunehmend auf die Quantenmechanik und beziehen wissenschaftliche Theorien in seinen kreativen Prozess ein.
Heideveld hatte Einzel- und Duoausstellungen u. a. im Stedelijk Museum Zwolle, Niederlande (2015), im Museum für Falsche Kunst, Vledder, Niederlande (2017), im öffentlichen Raum Kreis-Lippe, Lünen, Deutschland (2021) und im Kulturzentrum "Siamsa Tíre", Tralee, Irland (2021). Seine Arbeiten wurden auch in Gruppenausstellungen in der Galerie Monte Video, Amsterdam (1980), der Städtischen Galerie Lenbachhaus, München (1982), dem Dutch Festival, Athen (1983), dem Stedelijk Museum Schiedam, Niederlande (1985) und dem Rijksmuseum Twenthe, Enschede (1989) gezeigt.
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