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Ein Besucher zeigt auf einen der Frauenköpfe, die von Charlotte van Pallandt geschaffen wurden.

Ausdrucksstarke Köpfe

Charlotte van Pallandt

Die Bildhauerin Charlotte van Pallandt ist für ihre "Köpfe" bekannt. Aber was sagen die von ihr geschaffenen Porträts über die Modelle selbst aus? Treffen Sie die Menschen, die Van Pallandt inspiriert haben, und entdecken Sie, wie sich Modell und Schöpferin gegenseitig beeinflusst haben.

Eine außergewöhnliche Bildhauerin

Charlotte van Pallandt (Amsterdam, NL, 1898 - 1997, Noordwijk, NL) ist eine der wichtigsten Bildhauerinnen in der Sammlung Fundatie, in der sie mit 362 Werken vertreten ist. Van Pallandt ist eine der ersten niederländischen Künstlerinnen, die sich ganz der Bildhauerei widmete. Ihre Ausbildung erhält sie im Paris der 1920er Jahre, wo sie Malereiunterricht bei dem kubistischen Theoretiker André Lhote und Bildhauereiunterricht u. a. bei Akop Gurdjan und Charles Despiau erhält. 1937 vertritt sie die Niederlande mit einer Reihe von Skulpturen auf der Pariser Weltausstellung. 1939 kehrte sie für immer in die Niederlande zurück und widmete sich ganz der Bildhauerei. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten zahlreiche Ausstellungen und Auftragsarbeiten. Zu den Höhepunkten ihres Schaffens gehören die Wilhelmina-Denkmäler" in Rotterdam und Den Haag. In Rotterdam fertigt Van Pallandt eine Steinskulptur der ehemaligen Königin der Niederlande an. Das drei Meter hohe Gipsmodell dieser Skulptur schenkte sie Dirk Hannema, dem Gründer des Museum de Fundatie, mit dem sie eng befreundet ist.

 

Köpfe und Modelle

In ihrer gesamten Karriere fertigt Van Pallandt Porträts. Ihre "Köpfe" verraten den Charakter des Modells. Die von ihr in Auftrag gegebenen Porträts sind nicht immer nach dem Geschmack der Porträtierten: Sie erwarten oft ein realistisches Porträt, während es Van Pallandt um "das Wesentliche" geht. Sie macht auch viele Bilder von Familienmitgliedern, Freunden, Kollegen und Bekannten. An manchen Köpfen arbeitet sie jahrelang und erstellt eine Serie mit verschiedenen Versionen desselben Modells.

Ein Beispiel ist die Porträtserie eines ihrer Lehrer, des Bildhauers Albert Termote. Truus Trompert, ein bekanntes Modell an der Amsterdamer Rijksakademie, lernte Van Pallandt während des Zweiten Weltkriegs kennen. Van Pallandt schafft auch eine ganze Reihe von Werken von Trompert, über 20 Jahre hinweg. Speaking Heads zeigt, wie es Van Pallandt gelang, das Wesen von Trompert, Termote und verschiedenen anderen Personen in ihren Bildern einzufangen. Dabei konzentriert sich die Ausstellung nicht nur auf die Bilder, sondern auch auf die Lebensgeschichten der Modelle.

 

Ausdrucksstarke Köpfe

Charlotte van Pallandt