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Mensen staan in een rode ruimte en kijken naar een bronzen plakaat van een moddervis.

Zurück zu Benin

Neue Kunst, jahrhundertealtes Erbe

Was tut man, wenn man entdeckt, dass man geraubte Kunst besitzt? Museum de Fundatie gibt eine wichtige Bronzeplatte aus Benin zurück. Für die Edo-Kultur in Benin ist dieses Kunstwerk sehr wichtig. Auf der Bronzeplatte ist ein Schlammspringer zu sehen. Das ist ein Tier, das im Wasser und an Land leben kann. In Bronze gegossen erzählt dieses Tier eine reiche Geschichte voller Zeichen und Bedeutungen.

In Back to Benin: Neue Kunst, jahrhundertealtes Erbe bittet Museum de Fundatie zehn nigerianische Künstlerinnen und Künstler, neue Kunstwerke zu schaffen. Diese Werke treten in einen Dialog mit der Bronzeplatte. Noch für kurze Zeit ist der bronzene Schlammspringer in den Niederlanden zu sehen. Danach reist das besondere Kunstwerk endgültig zurück an den Ort, von dem es stammt.

 

Von geraubter Kunst zur Rückgabe

Im Jahr 1932 kaufte Dirk Hannema, der Gründer von Museum de Fundatie, die Bronzeplatte mit dem Schlammspringer. Dieses Kunstwerk aus der Edo-Kultur kam durch die britische Plünderung des Königreichs Benin im Jahr 1897 nach Europa. Damals wurden viele Kunstwerke und wichtige Gegenstände gestohlen. Sie wurden nach Europa und in die Vereinigten Staaten gebracht. Das nennt man geraubte Kunst: Kunst, die in der Kolonialzeit gestohlen wurde.

Die Bronzeplatte wurde im November 2025 zurückgegeben. Diese Rückgabe nennt man auch Restitution. Restitution bedeutet: Ein Gegenstand wird den Menschen oder dem Land zurückgegeben, aus dem er stammt. Das ist ein wichtiger Schritt, um sich mit der kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Durch den Raub dieser Kunst entstand eine große Lücke in der Geschichte Benins. Trotzdem leben Kunst und Traditionen dort weiter. Das ist auch den heutigen Künstlerinnen, Künstlern und Bronzegießern zu verdanken. Für diese Ausstellung hat Museum de Fundatie zehn Künstlerinnen und Künstler mit Edo-Herkunft eingeladen. Sie haben neue Werke über den bronzenen Schlammspringer geschaffen. Es sind: Leo Asemota, Minne Atairu, Victor Ehikhamenor, Favour Jonathan, Taiye Idahor, Osaru Obaseki, Enotie Ogbebor, Abraham Onoriode Oghobase, Osaze Amadasun und Phil Omodamwen.

 

Neue Werke aus einer reichen Geschichte

Die Künstlerinnen und Künstler haben neue Werke geschaffen. Sie ließen sich vom Schlammspringer und vom Thema Rückgabe inspirieren. Die Kunstwerke sind in verschiedenen Formen und Techniken entstanden. Sie zeigen einen heutigen Blick auf die Geschichte, Kultur, Zeichen und Ideen des Königreichs Benin. Die Künstlerinnen und Künstler greifen diese Geschichte wieder auf. Sie geben ihr neue Formen und neue Bilder. So zeigen sie, dass das Erbe des Königreichs Benin bis heute lebendig ist.

Neben den neuen Kunstwerken zeigt die Ausstellung auch Ergebnisse einer Untersuchung zur Herkunft der Bronzeplatte. Diese Untersuchung wurde für die Ausstellung gemacht. Sie wurde vom Consortium Koloniale Collecties finanziell unterstützt. Zur Vorbereitung der Ausstellung reisten Beatrice von Bormann und Aude Mgba nach Nigeria. Dort trafen sie die Künstlerinnen und Künstler.

Zur Ausstellung Back to Benin: Neue Kunst, jahrhundertealtes Erbe erscheint auch ein ausführlicher Katalog. Darin stehen Beiträge von Kuratorin Aude Christel Mgba, Professorin Kokunre Agbontaen-Eghafona, Osaisonor Godfrey Ekhator-Obogie sowie den Künstlerinnen und Künstlern Minne Atairu und Victor Ehikhamenor.

Kulturtagebuch NRC
„Im vergangenen Jahr übertrug Museum de Fundatie in Zwolle das Eigentum an einer Benin-Bronzeplatte an die rechtmäßigen Erben in Nigeria.“
de Volkskrant
„Dieser gestohlene bronzene Schlammfisch kehrt nach Benin City zurück, aber zuvor wird ihm ein großer Abschied bereitet.“
Museumtijdschrift
„Die Fundatie ist die erste, die den Begriff der Wiedergutmachung zur Wiederherstellung oder Erneuerung der Beziehung zwischen den Nachkommen von Dieben und den Beraubten einsetzt.“

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